Als Christ wird man nicht geboren, man muß erst
einer werden. Aber wie? Man wird nicht dadurch Christ, daß man ein christliches
Elternhaus hat, christlich getauft ist, eine christliche Konfirmation /
Kommunion erfolgreich hinter sich gebracht hat, christlich getraut und
schließlich christlich beerdigt wurde. Christ wird man auch nicht dadurch, daß man
sich bemüht, nach christlichen Maßstäben zu leben. Bitte mißverstehen Sie
mich nicht: Ich will nichts von alledem schlecht machen! Aber das macht einen
noch nicht zum Christen. Christ ist man,
wenn man eine personale Beziehung zu Jesus Christus
hat. Und wie geht das vor sich? Das möchte ich Ihnen im folgenden erläutern.
Erst einmal sollte man allerdings vier biblische Tatsachen kennen:
Tatsache Nr. 1:
Gott liebt den Menschen und hat ihn geschaffen zur Gemeinschaft mit sich in Liebe und Gegenliebe.
Tatsache Nr. 2:
Diese von Gott gewollte Gemeinschaft zerstört jeder Mensch durch seine "Autonomie", d.h. er will sein Leben selbst bestimmen und sich nicht von Gott "bevormunden" lassen. Damit schießt der Mensch am Ziel – am ewigen Leben aus und mit Gott – vorbei (das meint das Wort "Sünde" in der Bibel). Der Mensch hat sich getrennt von Gott und damit von der Quelle des Lebens. Das bedeutet, daß der Mensch vom wirklichen, sinnerfüllten Leben ewig getrennt ist. Die Bibel bezeichnet diesen Zustand als "verloren". Keine Religiosität und keine Anständigkeit kann die vom Menschen verursachte Kluft zwischen sich und Gott überbrücken.
Tatsache Nr. 3:
Das Erstaunliche: Gott liebt den Menschen immer noch – und sei es der verhurteste oder versoffenste oder du und ich. Er schickt seinen ewigen Sohn in diese Welt und Zeit, der der einzige Weg wird aus der Verlorenheit des Menschen. Am Kreuz stirbt er, der einzig Reine, der nicht hätte sterben müssen, unseren Tod. Damit bezahlt er einerseits das Lösegeld, um uns aus der Gefangenschaft Satans freizukaufen. Andererseits trifft ihn am Kreuz das "Nein" Gottes, das über unserem rebellischen Leben stand. Am Kreuz nahm er also unseren Platz ein. Er tauschte mit dir und mir. Sein Tod am Kreuz war kein Scheitern eines Idealisten, sondern Jesus ging stellvertretend für uns in das Gericht des heiligen Gottes. Der "Blitz", der mir galt, hat ihn getroffen. Mit seiner Auferweckung am Ostermorgen hat Gott unter den stellvertretenden Sühnetod seines Sohnes sein Siegel gesetzt. Durch Jesus wurde der Weg frei zurück zu Gott und dem ewigen Leben mit ihm. Das bezeichnet die Bibel mit dem Wort "Rettung".
Tatsache Nr. 4:
Der in die (für uns noch) unsichtbare Welt zurückgegangene Jesus tritt irgendwann in unserem Leben durch sein Wort an unser Gewissen heran und weckt es auf. Er ruft uns zu sich und stellt uns so in die folgenschwerste Entscheidung unseres Lebens: Entweder öffne ich ihm mein Leben und lasse ihn mit seiner Vergebung und Rettung hinein und bin bei ihm geborgen in Zeit und Ewigkeit; oder aber ich verschließe mich ihm und bleibe – wenn ich in dieser ablehnenden Haltung ihm gegenüber verharre – in meiner Verlorenheit in Zeit und Ewigkeit. Weil er uns liebt, nimmt er unsere Entscheidung 100%ig ernst.
Wenn Sie ihn in Ihr Leben einladen möchten, dann sagen Sie es ihm im Gebet. Beten meint ein ehrliches Reden mit Jesus. Wenn Sie möchten, können Sie auch mit dem abgedruckten Gebet mit ihm reden:
| Herr
Jesus Christus, du bist auch für mich gestorben und auferstanden. Danke, daß du dein Leben für mich gegeben hast. Am Kreuz hast du meine Schuld auf dich geladen und weggetragen. Du hast mich aus den Klauen Satans befreit. Mit deiner Auferstehung hast du meinen Tod besiegt und den Weg in Gottes Herrlichkeit freigemacht. Dafür preise ich dich und sage mich von allen Finsternismächten los. Ich komme jetzt zu dir mit all meinem Versagen und all meiner Schuld. Ich nehme dich als meinen persönlichen Herrn an. Danke, daß ich dir auf ewig gehöre. Danke, daß mich nichts und niemand mehr aus deiner Hand reißen kann. Amen. |
Wenn Sie Jesus ernsthaft Ihr Leben anvertraut haben, sind Sie Christ geworden. Verlassen Sie sich nicht auf Ihre Gefühle! Entscheidend ist die Zusage von Jesus: "Wer zu mir kommt, den weise ich nicht ab" (Johannes-Evangelium, Kapitel 6, Vers 37). Sie dürfen sich freuen und ihm täglich dafür danken, daß Sie nun auf ewig ihm gehören und er zu Ihnen. Halten Sie das ganz fest. Auch an trüben Tagen.
Es gibt Christen, die
meinen, sie müßten Jesus spüren. Davon steht in meiner Bibel nichts. Lassen
Sie sich da nicht von anderen irre machen. Sie brauchen es nicht zu spüren,
sondern dürfen es WISSEN, daß Jesus bei Ihnen ist, weil er seinen
Leuten versprochen hat: "Ich bin alle Tage bei euch, bis ans Ende der
Welt" (Matthäus-Evangelium, Kapitel 28, Vers 20). Sein Versprechen bricht
er nicht. Diese Erfahrung werden Sie machen. Ich würde es Ihnen nicht
schreiben, wenn ich es nicht selbst erfahren hätte.
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